Leinwand- (glatte)
Bindung Im ständigen Wechsel über- und unterlaufen sich Kett- und
Schussdraht. Die bekannteste Bindungsart mit besonders genauen
Maschenweiten.
Köperbindung
(Sonderform Spitz- oder Wechselköper) Bei der Köperbindung ist jeder
dritte Draht eingebunden. Werden bei verhältnismäßig geringen Maschenweiten
relativ starke Drähte gefordert, ist diese Bindung geeignet. Um die
Diagonalverschiebung bei Köper auszugleichen, wurde die Sonderform Spitz-
oder Wechselköper geschaffen. Nachteil: oft ungleichmäßige Maschen,
deshalb nur als Einlagegewebe geeignet.
Tresse (Glatte- oder
Leinenbindung) Die Kettdrähte sind bei dieser Webart immer stärker
als die Schussdrähte. Durch engst mögliche Lage der Schussdrähte entsteht die
sogenannte Nullmasche. Besondere Vorzüge sind gute Durchflussleistung und
gleichmäßige Öffnungen.
Köpertresse
(lichtdichte Tresse) Die Schussdrähte werden in Köperbindung
aneinandergeschlagen. Es bindet sich jeweils ein Kettfaden über Schussfaden.
Dieses Gewebe hat gegenüber der glatten Tresse die doppelter Anzahl von Schussdrähten. Vorteil: glatte Oberfläche, feinste Filtrierung.
PZ-Tresse
(Panzertresse) Die Schussdrähte sind wesentlich dicker als die
Kettdrähte. Die Maschen der Drähte befinden sich im Gegensatz zur normalen
Tresse in Kette. Diese Bindungsform wird oft auch als verkehrte Tresse
bezeichnet. Vorteil: Gute Stabilität und Durchflussleistung zeichnet diese
Bindung aus.
Langmaschengewebe
(Breitmaschengewebe) Überwiegend liegt das Maschenverhältnis bei 1 zu
3. In umgekehrter Richtung spricht man von Breitmaschengewebe. Aus
Stabilitätsgründen werden in Kette- und Schuss unterschiedliche starke Drähte
eingesetzt. Einsatz als Schwingsiebe und Vibratoren.
Fünfschaftköper
(5-bindig) Eine Sonderwebart für Entwässerungsfilter mit guter
Durchflussleistung. Jeder fünfte Draht wird eingebunden. Vorteil: einseitig,
glatte Oberfläche, einfache und schnelle Reinigung.
Multiplex-Gewebe Gewebesonderform in der 4-bindigen
Köperbindung gewebt. In Kette- und Schuss liegen Bündel von Einzeldrähten
nebeneinander. Durch die Vielzahl von kleinen Poren zur Feinfiltration
geeignet.
Wellengitter Es werden in beiden Richtungen vorgekröppte
(gewellte) Drähte verwendet. Geeignet als Schutzgitter für Zäune, Tore und
Regaltrennwände.
Schweißgitter
(punktgeschweisst) Ähnlich den Armierungsgittern sind die
Horizontaldrähte (Rollenbreite) auf die Vertikaldrähte (Rollenlänge) durch
Punktschweißen aufgebracht